26. Januar 2010 - art KARLSRUHE 2010 - Kunstpreise gehen in 3. Runde

Die beiden Kunstpreise der art KARLSRUHE (4. bis 7. März 2010) gehen in die dritte Runde. Am 4. März, 17 Uhr, verleiht die Hans Platschek Stiftung im Foyer Ost den dritten Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift an Monika Grzymala. Einzeljuror Axel Hecht, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Hamburger Kunstmagazins "art", wählte die 1970 im polnischen Zabrze geborene Künstlerin aus. Zugleich hält der Kunstkritiker die Laudatio. Seine Wahl begründete Hecht mit den Worten: "Monika Grzymala kann mit schwebenden Linien auf selbstgeschöpften Papieren einen lyrischen Kosmos entwerfen oder mit leuchtenden Farbbändern in geschlossenen Räumen lichte Wirbel, kraftvoll stürzende Wasserfälle oder wundersame Stürme inszenieren. Souverän und phantasievoll, wie kaum jemand zuvor, hat sie die Befreiung der Zeichnung vorangetrieben."

Monika Grzymala wuchs in Deutschland auf. Ihre Familie wurde 1980 aus Polen ausgewiesen. Heute lebt sie in Berlin. Ausgebildet als Steinbildhauerin und als Restauratorin, studierte die Künstlerin überdies in Karlsruhe und Kassel sowie bei Bogomir Ecker in Hamburg. Ihre poetischen Raumzeichnungen, die sie mit teils kilometerlangen Klebebändern und Seilen anfertigt, sind oft farbstarke Installationen und thematisieren gattungsübergreifend Architektur, Plastik wie Zeichnung gleichermaßen.
Für diese Grenzgänge ist Grzymala mittlerweile international bekannt.
Petra Kipphoff, Kunstkritikerin der Wochenzeitschrift "Die Zeit", wertete 2008 anlässlich eines Atelierbesuchs: "Das Wort site-specific, oft missbraucht für irgendein Gebilde, das auf irgendeinem Grünflecken abgeworfen wird, ist hier bei sich selbst angekommen. Denn diese Arbeiten entstehen an einem und für einen Ort, sie können von dort auch nicht an einen anderen Ort verpflanzt oder verkauft werden." Monika Grzymala unterrichtet an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und war Artist in Residence der "Judd Foundation".
Der Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift ist mit 5000 Euro dotiert und erinnert an den großartigen Maler, Zeichner und Essayisten Hans Platschek (1923 bis 2000).

Zum dritten Mal erwarten die Juroren des art KARLSRUHE-Preises des Landes Baden Württemberg und der Stadt Karlsruhe den Künstler und die Galerie mit der schönsten One-Artist-Show der Messe. Während der Laufzeit der art KARLSRUHE begutachten sie sämtliche Einzelkojen. Überreicht wird die Auszeichnung, die das Land und die Kommune jeweils zur Hälfte finanziell tragen und die mit 15 000 Euro dotiert ist, am 5. März, 17 Uhr, im Foyer Ost. Das Preisgeld dient dem Ankauf von Werken aus der gekürten Koje für den Aufbau der art KARLSRUHE-Sammlung.

Übrigens: Sie finden die aktuellen Akkreditierungsrichtlinien der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH hier.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Melden Sie sich bitte im Pressebüro der
art KARLSRUHE, bei Lindinger + Schmid, Büro für Kunst und Öffentlichkeit, Ulrike Fisch (Tel. 0941/22177, fisch@lindinger-schmid.de).


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Philipp Schätzle
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